Von Zähnen und ersten Schritten

Wie immer wurde die Große von selbst wach und kam heute morgen ungewöhnlich hektisch, aber gut gelaunt, aus ihrem Zimmer gerannt. Schon im Flur rief sie mir irgendwas zu, was ich aber nicht verstehen konnte. Als sie bei der Kleinen und mir im Wohnzimmer ankam, hielt sie mir ihren oberen Schneidezahn unter die Nase. Seit Wochen hat dieser jetzt gewackelt. Und das zum Schluss so schlimm, dass der Zahn sogar beim ATMEN hin und her geschwungen ist. Ich konnte sie schon gar nicht mehr ansehen, wenn sie mit mir sprach, denn auch dann stellte sich der Zahn immer so hexenmäßig fies nach vorne. Gruselig!
Sie erzählte dann, dass der Zahn beim aufwachen auf ihrer Zunge lag. So ein Glück. Da hat also nicht viel gefehlt, dann hätte sie ihren Wackelzahn verschluckt. Oh weh. Gut, dass das nicht passierte…

Was ein aufregender Morgen…

Aufregend auch, weil ich erst mal mit meinen Zahnschmerzen, die ich heute schon den dritten Tag hatte, endlich zum Arzt konnte… bzw. musste. Wer mich kennt weiß, dass ich wahnsinnige Angst vor Zahnärzten habe. Ich habe sogar schon mal vor lauter Angst auf dem Zahnarztstuhl gesessen und Rotz und Wasser geheult. Ging einfach nicht anders.
Na ja… Ich bin dann heute morgen schon mit den schlimmsten Erwartungen -Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen – zu meinem Zahnarzt des Vertrauens gefahren. Es hat sich dann auch bestätigt, was ich vermutet habe: Der Zahn-Nerv ist entzündet. Er klopfte den Zahn ab und als ich seine Frage nach Schmerzen dabei verneinte, meinte er, dass eine Wurzelbehandlung dann noch nicht notwendig sei und wir die Entzündung evtl. noch anders los werden können.
Er bohrte dann die Füllung, die ich in dem betroffenen Zahn hatte, raus und füllte irgend ein Medikament gegen die Entzündung und eine provisorische Füllung in das Loch ein. So soll das jetzt erst mal eine Woche bleiben. Wenn die Schmerzen bis dahin weg sind, kann der Zahn einfach neu gefüllt werden. Sollten die Schmerzen weiterhin bestehen, muss wohl doch eine Wurzelbehandlung erfolgen.

Nachmittags gab es hier dann noch ein tolles und lang ersehntes „Erstes Mal“. Die Kleine ist heute das erste Mal ein paar Schritte frei gelaufen. Noch sehr zögerlich und etwas unbeholfen, sieht das aus, aber das wird schon noch. Immer wieder plumpst sie auf den dicken Windel-Po und traut sich noch nicht so richtig, ein Bein anzuheben, um es vorzusetzen. Das ist sehr niedlich anzusehen und wir sind richtig stolz auf die kleine Maus.

 

Über Nina

Nina. Mama von dem Delfinmädchen (*2010) und der kleinen Qualle (*2016), Ehefrau, Teilzeit-Bürostuhlakrobatin. Schreibt über ihren Alltag, über Dinge, die sie beschäftigen und die sie tut.
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